Vereinsgeschichte

Gegründet am 11.1.1926 von 15 Musikern als Streichorchester unter dem Dirigenten Franz Lenz (Organist).

Über die Vereinsaktivitäten bis Ende des 2. Weltkrieges liegen leider nur sehr wenige Angaben vor:  In den ersten Jahren veranstaltete der Verein mehrere Konzerte und wirkte überwiegend bei Festen Freckenhorster Vereine mit.

Aus dem Streichorchester entwickelte sich Anfang der 30er Jahre ein Blasorchester, der erste Auftritt dieses Blasorchesters war ein Konzert im Saal Heuer am 20.10.1933 unter dem Dirigenten Ludwig Bockholt.

Da die Vereinsmitglieder nach und nach zur Wehrmacht einberufen wurden, musste die Vereinstätigkeit eingeschränkt und schließlich komplett beendet werden.

2 Vereinsmitglieder fielen im 2. Weltkrieg: Bernhard F. jun. (Trompete) und Hermann M. (Klarinette).

Die drei in Gefangenschaft geratenen Vereinsmitglieder Antonius H., Walter A. und Theodor K. kehrten 1949 zurück. Ihnen wurde am Abend Ihrer Heimkehr ein Ständchen gebracht.

Erst (oder schon!) im Mai 1946 begann wieder die Vereinstätigkeit, der erste Auftritt nach dem Krieg war die Fronleichnamsprozession am 20.6.1946.

Im Jahr 1947 bestand der Verein aus 13 Mitgliedern, von diesen lebt noch Heinz Nüßing.

Der 1. Auftritt des Vereins bei einem Tanzveranstaltung nach dem Krieg war am 2.2.1947 (Tanzabend des Kleintierzuchtvereins).

Bereits seit 1948 wirkt der Orchesterverein bei der Prozession Hoetmar-Buddenbaum mit.

1949 erhielt der Verein von der Gemeinde Freckenhorst den Auftrag, bei jeder goldenen Hochzeit dem Jubelpaar ein Ständchen zu bringen.

1952 hatte der Verein 16 Mitglieder.

In den 50er Jahren war die Gaststätte Heuer das Vereinslokal. Anfang Januar wurde jeweils die Mitgliederversammlung abgehalten, außerdem wurde im Winter jeweils ein gemütlicher Abend veranstaltet, zu der jedes Vereinsmitglied eine Dame mitbringen durfte.

Viele Jahre hindurch (bis 1972 oder 1973) gab unser Verein am heiligen Abend ein Konzert an mehreren Stellen in Freckenhorst, z.B. Altenheim, Krankenhaus, Stiftsmarkt. Dieses endete nicht selten feuchtfröhlich, so dass mancher Musiker den Weihnachtsabend in ganz besonderer Weise erlebte.

Im Jahr 1956 feierte unser Verein das 30 jährige Jubiläum in gemütlicher Runde.

Vom Ende des 2. Weltkrieges bis 1957 war Theodor Hinkerode Musikalischer Leiter. Ihm folgten Heinrich Bußmeier, Hermann König, Hans Picker, und seit 1989 Heinz Dopheide.

In den 50er und 60er Jahren gab der Verein zwei Konzerte: das erste 1958 im Saal Heuer, das zweite (zusammen mit dem Männerchor) 1960 im ehemaligen Kino (Gänsestr.)

Seit mindestens 1960 probt der Orchesterverein in der Gaststätte „Alter Westfale“ H. Huesmann. Bis Anfang der 90er Jahre probten wir sonntagmorgens im Saal. Auch das Feuerwehrgerätehaus musste als Probenraum herhalten. 1993/1994 haben wir unseren eigenen Probenraum in der Gaststätte Huesmann in Eigenleistung gebaut. Wegen Platzmangels musste im Jahr 2000 ein Raum angebaut werden.

1978 feierte der Verein sein 50-jähriges Bestehen (man hatte lange Zeit angenommen, dass der Verein 1928 gegründet worden war) mit einem großen Musiktreffen. In dem Jahr wurde auch der erste Ausflug nach Pavilly unternommen, der Verein bestand 1978 aus 20 Mitgliedern.

Mitte/Ende der 70er Jahre hatte der Verein keine Posaunisten. Das änderte sich schlagartig 1980, als gleich 4 Posaunisten dem Verein beitraten: Hubert Gronhorst, Richard Uhkötter, Reinhard Bruns und Michael Westerwalbesloh (heute Zanke). Diese sind alle heute noch im Verein aktiv.

Mitte der 80er Jahre trat die erste Frau dem Orchesterverein bei: Dorothee Uhkötter (jetzt Haase).

1995 fand nach 35 Jahren wieder ein öffentliches Konzert statt (zusammen mit dem Männerchor Freckenhorst Hoetmar).

Seit Mitte der 90er Jahre wird die Jugendausbildung verstärkt durchgeführt, zum großen Teil von Vereinsmitgliedern.

Seit 1996 ist der Orchesterverein im Vereinsregister beim Amtsgericht Warendorf VR 792 eingetragen und vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt.

Seit 1998 veranstalten wir ein Mal jährlich ein Probenwochenende. Früher im Schullandheim Wulmeringhausen – Sauerland. Ab 2004 in der Sirksfelder Schule in Coesfeld und seit 2015 im Kloster Möllenbeck in Möllenbeck in den Weserauen bei Rinteln.

Im Jahre 2000 erfolgte wiederum ein Besuch in der französischen Partnerstadt Pavilly / Normandie und auch die Musiker aus Pavilly vom Musikverein Musico Paradis besuchten Freckenhorst und wurden bei den Musikerfamilien herzlichst aufgenommen.

Das 75-jährige Bestehen wurde am 01. und 02. September 2001 gefeiert, u.a. mit einem Musiktreffen am 02.09. auf dem Gelände der LVHS.

Am 07.03.2004 fand im Vereinslokal „Alter Westfale“ ein musikalischer Frühschoppen mit Medienpräsentation statt mit großer Resonanz.